3.1 Bedeutung für die Natur
"Ohne die schützende Ozonschicht hätte sich das Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, nicht entwickeln können." (1) Höchstwahrscheinlich würde gar kein Leben auf diesem Planeten existieren. "Die Menschen [wären] wegen der verstärkten Einwirkung der [gefährlichen] ultravioletten Strahlung viel anfälliger für bestimmte Krankheiten."(2)
Auch für das Klima spielt das Ozon eine entscheidende Rolle, denn ohne die Ozonschicht wäre das Klima in der heutigen Zeit komplett anders als wir es kennen. Dies hängt mit dem Treibhauseffekt zusammen. Das Ozon in der Stratosphäre ist demzufolge von lebenswichtiger Bedeutung für die Natur. Im Gegensatz dazu hat das bodennahe Ozon überhaupt keine Bedeutung für unsere Umwelt, da es keine Vorteile bringt.
3.2 Bedeutung für die Wissenschaft
Wie viele wahrscheinlich gar nicht wissen, wird Ozon auch in der Wissenschaft und im alltäglichen Leben genutzt. So wird es zum Beispiel in der Wasseraufbereitung zur umweltfreundlichen Oxidation von Eisen, Mangan, organischen Substanzen und zur Entkeimung verwendet. Ebenso kommt der eigentlich giftige Stoff bei der Sauerstoff-Ozon-Therapie zum Einsatz. Mit dieser Behandlungsmethode kann Menschen geholfen werden, die an Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen leiden. Jedoch hat sich diese Verfahrensweise noch nicht durchgesetzt. Viele Produkte, die die Eigenschaft "chlorfrei" besitzen, sind auf die Verwendung von Ozon zurückzuführen, wie zum Beispiel beim Bleichen von Papier.
4. Ozon - Bedrohung für den Menschen
4.1 Ozonloch
4.1.1 Entdeckung
Über das genaue Jahr der Entdeckung des Ozonlochs gibt es viele verschiedene Angaben, welche von 1966 bis 1985 reichen. (Welche Jahreszahl nun die richtige ist, darüber lässt sich streiten.) Fakt ist jedoch, dass das Ozonloch über der Südhalbkugel von britischen Wissenschaftlern entdeckt wurde und dass zu diesem Zeitpunkt bereits 40% des vorhandenen Ozons abgebaut waren. Die Tiefstwerte nehmen seitdem drastisch ab, wobei diese lediglich in den Winter- bzw. Frühjahrsmonaten erreicht werden. Kurz nachdem die Briten den Ozonschwund feststellten, entdeckte ein japanischer Forscher die gleichen eben beschriebenen Erscheinungen. Daraufhin wurde die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa dazu gedrängt, dies nachzuprüfen. Die Nasa musste die Messungen der Briten bestätigen, woraufhin die Menschheit aufschreckte. Seitdem finden immer häufiger Expeditionen zur Arktis statt, und die Forscher kommen alle mit den gleichen Ergebnissen zurück: Das Ozonloch ist zwischen September und Oktober, also im arktischen Frühling, am größten. Im Jahr 1988 stellten deutsche Forscher dann auch über dem Nordpol einen Ozonschwund fest. Heute sind die Ursachen und Folgen weitestgehend bekannt. An den Gegenmaßnahmen wird noch gearbeitet, wobei aber auch schon wichtige Erkenntnisse zur Bekämpfung bekannt und schon in die Tat umgesetzt sind. Auf diese Themen wird später noch genauer eingegangen.
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