Borchert verwendet in seinem Stück eine besonders ausdrucksvolle Sprache, durch die das volle Leid der Hauptfigur zum Ausdruck kommt. Der Autor arbeitet hier seine Vergangenheit systematisch auf . Er selbst wurde von der Ostfront wegen seiner Krankheit zurückgeschickt und fand, aus dem Krieg zurückgekehrt, wohl die gleichen Gegebenheiten vor, wie der Heimkehrer Beckmann in seinem Werk.
Borchert gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller der "Trümmerliteratur", und sein Stück repräsentiert die Armut und die seelische Zerrüttung der Menschen dieser Zeit, und weist darauf hin, daß die Menschen die Wahrheit, sowie was geschehen war, nicht wahrhaben wollten.- "Wer will heute etwas von der Wahrheit wissen"
Doch erscheint das Stück nicht nur als realistische Schilderung und Anklage, sondern erzählt darüber hinaus die Geschichte einer geschundenen Kreatur, die nicht einmal mehr bei der Natur (Elbe) und bei den außer- und übermenschlichen Mächten (Gott, der Tod, der Andere)
Erbarmen und Hilfe findet.
Zitate:
Oberst:
Wissen Sie, wissen Sie, mit dem Zeug, mit der Nummer können Sie auf die Bühne! So auf die Bühne! Diese blödsinnige Brille, diese ulkige versaute Frisur! ...
...Wissen Sie was? Gehen Sie runter zu meinem Chauffeur, nehmen Sie sich warm Wasser, waschen Sie sich, nehmen Sie sich den Bart ab. Machen Sie sich menschlich...
...Schmeißen Sie Ihre zerrissenen Klamotten weg, ziehen Sie sich einen alten Anzug von mir an, doch, das dürfen Sie ruhig annehmen, und dann werden Sie erstmal wieder ein Mensch, mein lieber Junge! Werden Sie erstmal wieder ein Mensch!!!
Beckmann:
Ein Mensch? Werden? Ich soll erstmal ein Mensch werden? Ich soll ein Mensch werden? Ja, was seid ihr denn? Menschen? Menschen? Wie? Was? Ja? Seid ihr Menschen? Ja?!?
...
Beckmann:
Du hast kein Gesicht. Geh weg.
Der Andere:
Du wirst mich nicht los. Ich habe tausend Gesichter. Ich bin die Stimme, die jeder kennt. Ich bin der andere, der immer da ist. Der andere Mensch, der Antworter. Der lacht, wenn du weinst. Der antreibt, wenn du müde wirst, der Antreiber, der Heimliche, Unbeqeme bin ich. Ich bin der Optimist, der an den Bösen das Gute sieht und die Lampen in der finstersten Finsternis. Ich bin der, der glaubt, der lacht, der liebt! Ich bin der, der weitermarschiert, auch wenn gehumpelt wird. Und der Ja sagt, wenn du Nein sagst, der Jasager bin ich...
|