Das Nervensystem eines jeden Lebewesens erfüllt die Aufgabe der Informationsweiterleitung. Es leitet die von den Sinnesorganen verarbeiteten Reize weiter bis in das jeweils zuständige Zentrum im Gehirn. Weiters kontrolliert das Nervensystem die Tätigkeit der Muskeln und Drüsen eines Körpers.
Alles in allem ergibt das Erscheinungsbild eines Nervensystems ein perfektes Werk. Es ist ein kompliziertes Netzwerk, das beim Menschen aus mehreren Milliarden Nervenzellen besteht. Dieses Netzwerk ist dermaßen hochstehend entwickelt, daß sogar die moderne Wissenschaft nicht in der Lage ist, die vollständige Funktion des Nervensystems zu definieren.
Das Nervensystem des Menschen läßt sich in zwei Kategorieen einteilen. Das Zentralnervensystem welches aus Gehirn und Rückenmark besteht, und das Periphere Nervensystem, welches sich wieder in zwei Gruppen teilt.
Das Zentralnervensystem umfaßt den Hauptteil der Nerven im Körper. Aufgrund der Entwicklung der Wirbeltiere entsteht das Zentralnervensystem immer auf der Rückseite des Körpers. Beim Menschen ist dies das Rückenmark, welches sich während der Evolution am oberen Ende zum Gehirn entwickelt. Das Gehirn kann man in fünf Abschnitte teilen. Großhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Kleinhirn und Nachhirn.
Das Periphere Nervensystem ist der zweite große Teil des Nervensystems. Es teilt sich in das Somatische Nervensystem und das Vegetative Nervensystem.
Das Somatische Nervensystem ist für die Versorgung der Skelettmuskulatur und der Sinnesorgane zuständig.
Das Vegetative Nervensystem ist im menschlichen Körper für die Steuerung der inneren Organe zuständig. Üblicherweise ist dieses Nervensystem nicht willkürlich steuerbar. Das Vegetative Nervensystem besitzt zwei Gruppen von Neuronen. Die afferenten Nerven, die Informationen von den inneren Organen zum Zentralnervensystem leiten, und die efferenten Neuronen, welche die Informationen zu den inneren Organen leiten. Im efferenten Teil des Vegetativen Nervensystems kann man zwei weitere Teile unterscheiden. Das sympathische Nervensystem und das parasympathische Nervensystem.
Die Ganglien des sympathischen Nervensystems liegen paarweise längs der Wirbelsäule. Sie sind mit des gesamten glatten Muskulatur des menschlichen Körpers verbunden. Um die Befehle an die Organe zu übermitteln gibt es gewisse Verbindungsstücke zwischen den Nerven. Diese Verbindungsstücke sind die Synapsen. Um die Übertragung der Information zu ermöglichen haben die Synapsen Transmitterstoffe. Diese beiden Übertragungstoffe sind Adrenalin und Noradrenalin. Sie wirken auf die Muskulatur der Eingeweide, Ausscheidungsorgane und Verdauungsdrüsen hemmend. Auf den Rest der Organe wirken diese Transmitter reizend.
Die Ganglien des parasympathischen Nervensystems liegen zumeist in er Nähe der Organe, die sie versorgen. Der Parasympatikus erhält seine Befehle entweder vom Nervus Vagus, im Zentralnervensystem, oder vom untersten Teil des Rückenmarks.
Der parasympatische Teil des Vegetativen Nervensystems ist der Gegenspieler des sympathischen Teils. Während der Sympathikus den Kreislauf stimuliert, um bei Gefahr besser und schneller reagieren zu können, hemmt der Parasympathikus die Tätigkeit des Kreislaufes. Der Parasympathikus fördert vorwiegend die Phasen der Erholung.
Im Normalfall halten sich Sympathikus und Parasympathikus in der Waage. Im Falle einer zu hohen Aktivität des Sympathikus könnte es sein, das der Organismus zu sehr gereizt wird und dadurch Fehlfunktionen auftreten. In diesem Fall nennt man das auftretende Phänomen Streß. Auf längere Zeit gesenhen kann sich Streß sehr schädlich auf den Körper auswirken. Die Folgen sind Schädigung von Herz, und Kreislauf.
Um Streß zu vermeiden sollte man bewußt versuchen die äußeren Reize als posotiv zu betrachten, um den parasympathischen Teil des Vegetativen Nervensystems zu stimulieren.
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