Musiktherapie ist eine seit den 1950er Jahren entwickelte Form der Psychotherapie. Die Musiktherapie wird unter anderem angewandt bei psychosomatisch Erkrankten, Bewegungsbehinderten und Blinden, vor allem jedoch zu allgemeinen Förderung der Kommunikationsbereitschaft und der emotionalen Äußerung. Sie ist eigentlich noch im Experimentalstadium.
Musiktherapie will aber nicht nur Symptomen, Mängeln, Störungen oder Krankheiten auf den Grund gehen. Sie ist immer auf "Können", auf Entfaltung der individuellen Möglichkeiten, auf Wachstum und Kreativität gerichtet.
Musiktherapie weckt also nicht nur düstere Anklänge und leidvolle Klagen; sie bringt auch alte Kraft, verschüttete Lust, Lachen, Mut zur Sehnsucht und Wagnis zur Zärtlichkeit hervor.
Musiktherapie steht daher allen offen, die sich für solche Erfahrungen interessieren, und richtet ihre Arbeitsweise an diesem Bedürfnis aus. Man spricht dann von musiktherapeutischer Selbsterfahrung.
Hier noch einige gute Gründe für die Teilnahme an einer Musiktherapie, besser gesagt an einer Selbsterfahrung:
. Sie fühlen sich emotional unausgeglichen oder eingeschränkt.
. Sie leiden unter Kontaktstörungen.
. Sie möchten Einseitigkeiten der Lebensführung ausgleichen.
. Sie wollen sich selbst besser kennenlernen und suchen nach Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung.
. Sie wollen bestimmten existentiellen Erfahrungen oder krisenhaften Momenten in ihrem Leben auf den Grund gehen (wie z.B.: Trennung, Todesfall, Berufswechsel, usw.)
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